Mitteldeutsches Konsortiums Algenbiotechnologie beschliesst Arbeitsplan


Das vom Cluster Biotechnologie – Life Sciences Mitteldeutschland unterstützte Konsortium zur Nutzung der Algenbiotechnologie hat bei seinem 3. Arbeitstreffen am 22. Juli 2010 in Halle einen gemeinsamen Strategieplan zur Erarbeitung einer gemeinsamen Forschungsagenda und zur Einwerbung von Drittmitteln beschlossen.

Die Arbeitsgruppe aus Hochschule Anhalt, dem Dresdner Ingenieurunternehmen GICON GmbH, dem Meininger Algenbiomasseproduzenten Salata GmbH und der BIO Mitteldeutschland hat sich die bessere stoffliche Nutzung von Algen auf die Fahnen geschrieben. „Die GICON GmbH verfolgt dieses Thema seit langem mit großem Interesse. Die gemeinsame länderübergreifende Initiative kommt uns daher sehr gelegen, da wir in der besseren und effizienteren Nutzung von Algen große Potenziale sehen.“, freut sich Dr. Fritz Cotta, Ingenieur-Consultant der GICON GmbH und Mitglied des Bundesalgenstammtisches.

Die Hochschule Anhalt ist seit langem im Fachgebiet Algenbiotechnologie tätig und hat im Fachbereich für Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik bereits große Kompetenzen. Die Erfahrungen aus diversen Forschungsprojekten, u.a. zur Gewinnung von pharmazeutischen Wirkstoffen gegen die Alzheimer-Krankheit aus Algen sollen nun auf breiter Front weiter entwickelt werden. Ziel der länderübergreifenden Initiative ist die Einrichtung eines Mitteldeutschen Forschungszentrums Algenbiotechnologie, das die Entwicklungskompetenzen der Wissenschaft mit den Interessen der Industrie bündelt. „Ein solches Zentrum würde unsere Möglichkeiten auf diesem hochinteressanten Gebiet der Biowissenschaften radikal erweitern und der Region einen neuen Kompetenzschwerpunkt verschaffen, der auf bereits vorhandener Erfahrung in der Algenbiotechnologie aufsetzt.“, ist sich Carola Griehl, Professorin für Biochemie an der HS Anhalt und Themenbotschafterin für die Algenbiotechnologie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sicher.

Die Partner verständigten sich außerdem auf einen gemeinsamen Arbeitsplan, im Rahmen dessen, durch die HS Anhalt gemeinsam mit Unternehmen ein Forschungsplan erarbeitet wird. Desweiteren soll die Einbindung weiterer unternehmerischer Partner vorangetrieben werden, um eine breite Verankerung des Projektes in der Industrie zu erreichen.